Über mich

Persönliches :

Name : Thomas Becker

Baujahr : 1970

Homepage seit : 12.02.2007

                                                                                        

Eine kleine Geschichte über mich.

 

Auf meinen ersten Besuch eines Autorennens, es war am Nürburgring, gehe ich etwas ausführlicher ein, daran erinnere mich noch genau...

 

Donnerstag, den 29.07.1976, ich war noch ein freier Mensch (war noch nicht in der Schule),

fing alles an. Mein Vater hatte von einem Arbeitskollegen erfahren, dass an diesem Wochenende der Formel 1 GP am Nürburgring statt findet.

Meine Eltern packten unsere 7 Sachen, Onkel und Tante wurden auch noch eingeladen und auf ging’s zum Ring. An der Nordschleife schlugen wir im Hatzenbach unsere Zelte auf und freuten uns auf ein schönes Wochenende und ein spannendes Rennen. Es wurden auch sehr tolle Tage am Ring mit überwiegend schönem Wetter.

Was mir heute noch leid tut, ist die Tatsache, dass mich der Wald und das Lagerfeuer mehr interessierten als das Rennen, aber wie sollte es mit knapp 6 Jahren auch anders sein.

Am Sonntag wurde das Formel 1 Rennen dann leider nach wenigen Runden wegen eines Unfalls abgebrochen. Von Ausgang Hatzenbach / Eingang Hocheichen konnte man deutlich die schwarze Rauchwolke von der Unfallstelle in den Himmel steigen sehen.

Da lange überlegt wurde, ob das Rennen fortgeführt wird, beschlossen meine Eltern das wir doch lieber jetzt schon abreisen, um dem Verkehrschaos zu entgehen.

 

 

Auf der Rückfahrt hörten wir dann im Radio, dass das Rennen wegen eines Unfalls von Niki Lauda, in der leichten Links vor dem Bergwerk, abgebrochen wurde und er mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden ist. Nach dem Neustart hat James Hunt das Rennen dann noch gewonnen.

Leider war mein erster Besuch eines Autorennens nicht so gut zu Ende gegangen.

 

 

In den nächsten Jahren besuchten wir noch einige Rennen am Nürburgring, die dann nur noch auf der Start und Zielschleife stattfanden u.a. Deutsche Rennsport Meisterschaft DRM, kleinere Formel Veranstaltungen und ich glaube, ein Motorradrennen war auch dabei.

Am 15.08.1984 kam wieder mal mein Vater mit einem Flyer vom ADAC von der Tankstelle zurück. “24h-Rennen Nürburgring stand da drauf, er guckte mich an und da wusste ich sofort, anziehen, es geht zum Nürburgring

Schätze gegen 19 Uhr waren wir da. Wir blieben die halbe Nacht dort und bei diesem Rennen habe ich mich endgültig mit dem Motorsportvirus angesteckt.

 

Nachdem ich in den folgenden 3 Jahren reichlich Motorsport im Fernsehen verfolgt habe, ging es im Juni 1988 wieder - Samstag Nacht - mit Papa zum 24h-Rennen.

Seit 1989, ich war inzwischen 18 Jahre geworden, fahre ich mit meinen Kumpels zum 24h-Rennen.

Im ersten gemeinsamen Jahr waren wir am Pflanzgarten, 1990 am Adenauer Forst und seit 1991 „hausen“ wir am Schwalbenschwanz.

In den ganzen Jahren standen natürlich auch andere Rennbesuche an, u.a. das Race of Champions am Nürburgring 1989, das 1000km Rennen, 24h-Rennen Nürburgring, Spa und Zolder, DTM / STW in Zolder, Hockenheim, Spa und am Nürburgring, sowie Formel1 in Spa und am Nürburgring, Champcar am Lausitzring, zahlreiche Läufe zum Langstreckenpokal und der Castrol-Haugg-Cup am Ring.
                                                                        

Ende der 80er Anfang der 90er Jahre, haben mein Freund Jörg und ich uns 
vorgenommen ,dass wir irgendwann auch mal zu den 24h von Le Mans fahren werden.Nachdem mein Kumpel dann 1996 Beruflich in den Motorsport einstieg wurde dieses Vorhaben aus Zeitmangel eigentlich schon zu den "Akten" gelegt.
In den letzten Jahren hat er sich sehr auf die Arbeit mit Kohlfaser / Karbon spezialisiert und kam dadurch im Winter 2007 / 2008 dazu in der A1 GP Serie 
zu arbeiten. Dort lernte er u.a. auch Torsten Robbens kennen der mit 3 anderen Freunden die Firma Project7 in Belgien führt.
Diese Jungs hatten für 2008 auch das 24h Rennen in Le Mans auf ihrem Kalender stehen und es geschafft, Jörg im Laufe der Saison zu "überreden" mit zu machen.
Da ist Ihm gleich der Gedanke an unser Vorhaben gekommen, was wir ja eigentlich schon abgehackt hatten.
Er sagte gleich ,dass er einen guten Freund habe der schon vor langer Zeit mit ihm mal nach Le Mans wollte und das er wenns eng wird auch mal mit anpacken könnte.
Wieder zuhause rief er mich sofort an und sagte, das er im Juni Le Mans macht und wie das mit mir aussehen würde?
Er erzählte mir wie das alles laufen soll und das in den nächsten Wochen noch kleinere Dinge geplant werden.

Ich konnte es kaum fassen, sollte der "Traum" von Le Mans doch noch klappen ?

Als dann alles fest stand, ging es am 09.06.2008 um 6 Uhr mit dem Zug von Stolberg nach Karlsruhr. Jörg kam von Kempten dorthin um mich abzuholen, von dort fuhren wir dann zusammen nach Frankreich.

Man was war ich aufgeregt !

In Le Mans angekommen, lernte ich Torsten kennen der uns mit 2 Eintrittskarten am Eingang abholen kam von denen man nur träumen kann.
Mit der Karte hatte ich Zugang zum Fahrerlager, den Boxen und allen Tribünen.
Der Auflieger von Project7 stand mitten im Fahrerlager, gleich in der Reihe hinter den ganzen Teams die beim Rennen mitfahren.
Da habe ich dann mit Bert, Bjorn und Fred auch den Rest der Mannschaft kennen gelernt. Alle super nett !
Unser Zelt konnten wir dann auf den Auslaufzonen der "kleinen" Strecke von Le Mans aufschlagen, dem Le Mans Bugatti Circuit.
Nach einem Rundgang durch die Boxen und Boxengasse fragte Torsten mich dann ob es mir gefallen würde, ich sagte nur das ich dafür wohl noch ein paar Tage brauche um zu verstehen das ich wirklich hier bin.

Wer mich kennt kann das bestimmt nachvollziehen.

Am Mittwoch war das Training in vollem Gange, nach dem ich über den legenderen Dunlopbogen gegangen war, hatte ich es mir auf der Tribüne gemütlich gemacht.
Nach ein paar Stunden ging das Telefon, ob ich nicht mit helfen könnte es wäre viel 
zu tun. 
Natürlich machte ich mich gleich auf den Weg. Am Auflieger angekommen sah ich das alles voll mit Kohlefaser Teilen lag, der größte Teil war von den Le Mans Legend Fahrzeugen.
Da hatte ich so manches Teil in Händen das Motorsportgeschichte geschrieben hat. Sage nur Porsche 956/962, Silk Cut Jaguar oder Sauber Mercedes !
Es gab für mich hier und da was zu schleifen oder zum abkleben.

Dann passierte es, beim Nachttraining stand ich am Ende von Start und Ziel auf der Tribüne als sich dort der Lola Mazda vom Team Kruse-Schiller mehrmals überschlug.
Ich rief gleich Jörg an und sagte ihm, dass es wohl nur noch 54 Autos sind die das Rennen aufnehmen werden.
Als das Training wieder lief klingelte plötzlich mein Telefon, Jörg war dran und meinte, dass am Rennen doch alle 55 Autos teilnehmen wollen und ich schnell zum LKW kommen soll.
Dort angekommen sah ich gleich was los war. Kruse hatte alle Kohlefaserteile die nur irgendwie zu reparieren waren zu uns gebracht und schneller als ich gucken konnte, hatte ich Schürze, Brille und Mundschutz an und musste voll 
mit arbeiten. Um 2 Uhr war endlich Feierabend.
Morgens um 8 ging dann unser Wecker, Jörg war schließlich zum arbeiten da und nicht zum Vergnügen

Am Donnerstag kam dann sogar noch das beschädigte Chassis zur Reparatur, Spurstangen hatten 2 Löscher ins Chassis gerissen. Torsten legte gleich mit der Arbeit los, während der Rest der Truppe die kleineren Teile zusammen puzzelte. Wir hatten bis 5 Uhr morgens den Großteil der Sachen fertig, nur Torsten hatte noch alle Hände voll zu tun. Er arbeitet die Nacht von Donnerstag auf Freitag und bis in die Nacht auf Samstag durch. Nach 2-3 Stunden Schlaf macht er weiter und als am Samstag morgen um 9 Uhr die Tore der Boxen für das Warm up hoch gehen, steht der Kruse-Schiller Rennwagen fertig da und total müde Mechaniker daneben, sie habe es Tatsächlich geschafft !!!

Die Show vor dem Start war auch was ganz neues für mich. Die Rennwagen wurden auf die Strecke geschoben und schräg vor die Boxenmauer gestellt. Dann marschierten Fahnenträger mit Flaggen auf, jedes Land aus dem Fahrer am Rennen teilnehmen war vertreten und die Hymne wurde angespielt. Durch die Fans gegenüber der Haupttribüne wurde richtig gute Stimmung gemacht.
Dann wurde die Zielgerade geräumt und die Wagen fuhren eine Runde, sie stellten sich auf ihre Startposition.
Die Boliden wurden in die Einführungsrunde geschickt und alles wartete gespannt auf den Start.
Jetzt war es endlich soweit, sie näherten sich der Startlinie, ich saß auf der Haupttribüne und hatte echt Gänsehaut als die Rennwagen mit ihren eingeschalteten Scheinwerfern zu sehen waren und los ging die Jagd.
Peugeot war der hohe Favorit auf den Sieg, sie hatten die Trainings so was von dominiert, dass eigentlich keiner mehr an ihrem Erfolg gezweifelt hat.
Audi konnte nur sein eigenes Rennen und die Strategie durchziehen und auf Fehler der Peugeot hoffen. Als Deutscher habe ich natürlich für Audi die Daumen gedrückt.

Die Audi Piloten sollten Ihre Chance bekommen...

Nach ein paar Rennstunden bekamen die Peugeot´s Probleme mit der Motortemperatur und mussten unplanmäßig die Box ansteuern. Audi holte auf, kam näher und näher an die Spitze heran.
Gegen 2 Uhr in der Nacht kam dann der Regen und der Rekordsieger Tom Kristensen der am Steuer des Audi R10 mit der Start Nr. 2 saß holte bis zu 15sec. pro Runde auf, er setzte sich sogar an die Spitze !

Das woran eigentlich keiner richtig geglaubt hat wurde doch noch wahr, Audi holte mit Kristensen, McNish und Capello den 8. Sieg in 9 Jahren !
Meine Woche in Le Mans war zu ende und ich gehe heute noch den Leuten mit meinen Erzählungen von diesem Rennen auf die Nerven .

Auch wenn ich noch mal zu diesem Rennen fahren sollte, meine ersten 24h von Le Mans werde ich NIE vergessen !

Danke Jörg, Torsten, Bert,Bjorn und Fred für die schöne Woche !!!!!!!!!!!

                                                                        

Von allen Rennen die ich besucht habe, habe ich die Eintrittskarten und die Programmhefte archiviert !

 

Neben dem Motorsport werden noch fleißig Modellautos gesammelt (siehe Galerie), überwiegend Opel Modelle und die, die ich als Kind habe fahren sehen oder auch nicht, ihr wisst ja Wald und Lagerfeuer ...

Neben vielen Michael Schumacher Modellen habe ich auch Sportwagen, Rallye Autos und eine Menge Tourenwagen im Maßstab 1:43

In der Galerie könnt ihr auch ein paar selbst gebastelte Modelle bestaunen.

Anfangs hatte ich das Hobby auf Autos aus der DTM beschränkt, nach kurzer Zeit wurde aber alles gekauft, was gefiel (wenn das nur nicht so viel wäre...)

und in den Geldbeutel passte.

 

Seit 2001 fährt mein Sohn auch mit. Wenn sein Interesse am Motorsport bestehen bleibt könnt ihr euch in ein paar Jahren vielleicht auch auf seiner Homepage umsehen ...

 

 

Viel Spaß auf der Homepage, man sieht sich am Ring

 

Gruß Tom

Zufallsbild aus meiner Galerie

 

Countdown 24h-Rennen 2011

 

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...bis zum 14 Mai 2012 / 08:00 Uhr

Aktualisiert am 31.01.2012

 

 

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